Extreme Wetterereignisse, Cyberangriffe, Lieferengpässe und geopolitische Spannungen – die Zahl potenzieller Störfaktoren steigt. Jüngst hat der große Stromausfall im Berliner Südwesten gezeigt, wie schnell es ernst werden kann: Rund 45.000 Haushalte und etwa 2.200 Unternehmen waren mehrere Tage ohne Strom – ohne IT, Produktion oder Kommunikationswege. Für viele Betriebe bedeutete das einen kompletten Stillstand und hohe Zusatzkosten.

Trotz solcher Ereignisse verfügen viele Unternehmen noch immer über keine klaren Krisen- oder Notfallprozesse. Oft fehlen Ressourcen, Zuständigkeiten sind unklar oder Risiken werden unterschätzt. Gleichzeitig zeigen Erhebungen: Nur rund sieben Prozent der Unternehmen besitzen ein Notstromaggregat, während jeder dritte Betrieb bei Stromausfällen Kosten von bis zu 10.000 € zu tragen hat. Und nicht nur die Energieversorgung ist verwundbar – auch Lieferketten, digitale Infrastruktur und Kommunikation sind kritische Punkte.

Unternehmen, die heute gut vorbereitet sind, setzen auf ein erweitertes Risikomanagement: Sie spielen Stromausfall‑ und Cyberangriffsszenarien regelmäßig durch, definieren Abläufe für den Notbetrieb und klären Verantwortlichkeiten. Außerdem sorgen sie für Fallbacks und Backup-Strukturen – etwa offline verfügbare Daten, vorbereitete manuelle Prozesse oder Notstromlösungen für kritische Systeme wie Server, Kassen und Kommunikationsdienste.

Krisenvorsorge ist damit längst ein zentraler Bestandteil unternehmerischer Resilienz: Wer Risiken früh erkennt, Abläufe plant und Mitarbeitende einbindet, bleibt auch im Ernstfall handlungsfähig. 

In unserer Dialogreihe „Macherinnen und Problemlöserinnen“ diskutieren Expert*innen aus der Handelskammer Hamburg, der IHK Berlin und ein Good-Practice-Unternehmen, wie praktische Krisenvorsorge 2026 aussehen kann – mit Fokus auf Risikomanagement, organisatorische Einbettung, die Rolle der Behörden und konkrete Umsetzungsbeispiele aus der Praxis. 

 

Zu diesem Austausch laden wir Sie am

20. Februar 2026 zwischen 12:30 und 13:30 Uhr

digital via MS Teams

herzlich ein.

 

Zur Reihe „Macher*innen und Problemlöser*innen"

In unserer Projektarbeit begegnen wir täglich Menschen, die mit guten Ideen und Engagement dazu beitragen, dass betriebliche Interessen und politische wie gesellschaftliche Belange unter einen Hut passen. Diese Menschen kommen aus Unternehmen, Kammern, der Politik genauso wie aus Verwaltungen und Initiativen. Sie inspirieren – nicht nur uns bei unserer Projektarbeit, sondern auch, wenn es darum geht, gute Ideen zu verwirklichen. Sie leisten einen Beitrag zur Lösung von Problemen, die Wirtschaft UND Gesellschaft betreffen und sorgen mit dafür, dass Innovation möglich wird – regional vor Ort, auf Bundesebene wie auch international. Mit unserer Dialogreihe wollen wir diese Menschen und ihr konkretes Tun vorstellen, wertschätzen und darüber nachdenken, wie man daraus noch mehr machen und lernen kann.

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20. Februar 2026, 12:30 - 13:30 Uhr (MEZ)

Macher*innen und Problemlöser*innen

Philip Koch

Philip Koch

Leiter Stabsbereich Strategie und internationale Beziehungen
Handelskammer Hamburg
stellv. Landesvorsitzender der Europa-Union Hamburg

"Mit dem Krisenvorsorgeplan für KMU - initiiert von der Handelskammer Hamburg - unterstützen die deutschen Industrie- und Handelskammern in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe kleine und mittlere Unternehmen praxisnah dabei, sich besser auf Katastrophen, Krisen und Konflikte vorzubereiten. Dies fördert die wirtschaftliche Resilienz und trägt zur Krisenfestigkeit der Gesellschaft bei."
 Manja Schreiner

Manja Schreiner

Hauptgeschäftsführerin
Industrie- und Handelskammer zu Berlin


"Eine Krise lässt sich nur gemeinsam meistern, wenn Unternehmen sich gegenseitig unterstützen. Die IHK steht hier in besonderer Verantwortung, zu koordinieren und erste Anlaufstelle zu sein."

Vertreterin

Vertreterin

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe







Sofie Geisel

Sofie Geisel

Moderatorin und Geschäftsführerin, DIHK Service GmbH

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