Als staatliches Förderinstrument sichert das EEG sowohl die Preisvolatilität als auch das Ausfallrisiko über eine 20-jährige Laufzeit ab. Anstelle des Staates tritt bei langfristigen Stromlieferverträgen (Power Purchase Agreements, PPAs) der Stromabnehmer in Form von Energieversorgungsunternehmen oder Unternehmen aus Gewerbe und Industrie ein. Er sichert den Preis und setzt seine Bonität zur Finanzierung von ungeförderten Anlagen ein. Aufgrund eines fehlenden oder nicht ausreichenden Ratings können viele potenzielle Abnehmer keine PPAs abschließen. Aus diesem Grund fordert die EU-Kommission Mitgliedsstaaten auf, den Zugang zu langfristigen PPAs über Garantiemechanismen im Markt zu stärken. Erste Länder haben bereits entsprechende Instrumente eingeführt. Mit dem im Jahr 2025 eingerichteten Deutschlandfonds möchte die Bundesregierung die Rolle neuer Finanzierungsinstrumente insbesondere im Energiebereich kräftigen und Investitionen der Privatwirtschaft hebeln. Im Fokus stehen dabei Ansätze, die stärker als bisher auf marktlichen Mechanismen basieren. Gleichzeitig hat die Bundesregierung angekündigt, eine Absicherung für PPAs einführen zu wollen. Im Rahmen der Veranstaltung sollen zentrale Erfolgsfaktoren aus Sicht von Finanzierern, Erzeugern und Abnehmern mit der Politik diskutiert werden. Ziel ist es, einen erfolgsversprechenden Ansatz für ein Absicherungsinstrument in Deutschland zu diskutieren.
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem BDEW organisiert.
Datum: 16. April 2026, 15:30 bis 17:30 Uhr (Einlass ab 15:00 Uhr)
Veranstaltungsort: Haus der Deutschen Wirtschaft, Breite Straße 29, 10178 Berlin
Ablauf:
- 15:30 Begrüßung und thematische Einordnung
- 15:45 Inputs aus Finanzwirtschaft, von Abnehmerseite und Projektentwicklern
- 17:00 Paneldiskussion mit dem BMWE (angefragt)
Diskutantinnen und Diskutanten:
- Christine zu Putlitz, Director Renewables Origination, Vattenfall
- Olaf Haehnel, Director Group Procurement Indirects, Swiss Steel
Moderation: Karsten Wiedemann (Tagesspiegel Background)
Haus der Deutschen Wirtschaft