Immer mehr Unternehmen setzen bei der Fachkräftesicherung auf internationale Auszubildende. Laut Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit waren Ende 2025 rund 278.000 ausländische Personen in einer Ausbildung - rund 17 Prozent aller Azubis. In bestimmten Branchen ist der Anteil deutlich höher. So hatten im Hotel- und Gastgewerbe 2024 sogar 44 Prozent aller neuen Auszubildenden eine ausländische Staatsbürgerschaft. Internationale Azubis leisten damit einen zentralen Beitrag den allgemeinen Ausbildungsrückgang in Deutschland abzufedern und stellen einen wichtigen Hebel der Unternehmen zur Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs dar.
Doch die Gewinnung internationaler Azubis ist nur der erste Schritt. Wie gelingt es Unternehmen, diese jungen Menschen langfristig zu binden? Welche Rolle spielen Onboarding, Sprachförderung, Wohnraum, betriebliche Integration und Perspektiven nach der Ausbildung? Und wie können Betriebe Herausforderungen frühzeitig erkennen, um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und eine langfristige Bindung aufzubauen?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der nächsten Ausgabe unserer Dialogreihe „Macher*innen und Problemlöser*innen“. Gemeinsam mit Expert*innen und Unternehmen sprechen wir darüber, wie internationale Auszubildende erfolgreich begleitet werden können – von der Ankunft in Deutschland bis zum langfristigen Verbleib im Betrieb.
Hiermit laden wir Sie zu unserer Dialogveranstaltung
am 16. Oktober 2026 zwischen 12:30 und 13:30 Uhr
digital via MS Teams
herzlich ein.
Zur Reihe „Macher*innen und Problemlöser*innen":
In unserer Projektarbeit begegnen wir täglich Menschen, die mit guten Ideen und Engagement dazu beitragen, dass betriebliche Interessen und politische wie gesellschaftliche Belange unter einen Hut passen. Diese Menschen kommen aus Unternehmen, Kammern, der Politik genauso wie aus Verwaltungen und Initiativen. Sie inspirieren – nicht nur uns bei unserer Projektarbeit, sondern auch, wenn es darum geht, gute Ideen zu verwirklichen. Sie leisten einen Beitrag zur Lösung von Problemen, die Wirtschaft UND Gesellschaft betreffen und sorgen mit dafür, dass Innovation möglich wird – regional vor Ort, auf Bundesebene wie auch international. Mit unserer Dialogreihe wollen wir diese Menschen und ihr konkretes Tun vorstellen, wertschätzen und darüber nachdenken, wie man daraus noch mehr machen und lernen kann.
Zum Projekt:
Das NETZWERK Unternehmen integrieren Flüchtlinge ist deutschlandweit der größte Zusammenschluss von Unternehmen, die sich für die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Flucht- und Zuwanderungshintergrund engagieren. Gegründet wurde es 2016 als gemeinsame Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und des Bundeswirtschaftsministeriums. Ziel und zentrale Aufgabe des NETZWERKs ist es, Wissen und praktische Erfahrungen zu bündeln und für Unternehmen, Organisationen und Ehrenamtliche aufzubereiten.
Dr. Stephanie Würfl
Ausbildungsleiterin
Andreas Beckhaus
Geschäftsführer
Katharina Lechner
Integrationsberaterin
Sofie Geisel
Moderatorin und Geschäftsführerin,